„Orgel des Monats Januar 2026“ in Artern

Mangelhaftes Material und eine schlechte Statik wurden der Orgel im thüringischen Artern zum Verhängnis: Obwohl das Instrument erst seit rund 35 Jahren seinen Dienst in der dortigen Marienkirche tat, muss es derzeit aufwändig restauriert werden. Rund 150.000 Euro wird die Gemeinde dafür aufbringen. Die von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gegründete Stiftung Orgelklang fördert die Maßnahmen mit 5000 Euro.

Die „Orgel des Monats Januar 2026“ stammt aus der Werkstatt von Christian Friedrich Voigt und wurde 1984 aus einem stillgelegten Gotteshaus in Eisleben nach Artern gebracht. Der auffällig große und reich verzierte Prospekt, der das Innere der Marienkirche prägt, wurde von einer Vorgängerorgel übernommen. Dass das Instrument in Artern schon 35 Jahre nach seinem Einbau hörbar erneuert werden muss, ist Materialknappheit und Lieferengpässen der DDR-Zeit geschuldet. „Viele Werkstoffe waren falsch gewählt oder im Orgelbau nur bedingt einsetzbar“, berichtet Jürgen Puchta, Kirchenältester der Gemeinde.

Dank vieler Spenden und Fördergelder können die Gemeindeglieder stattdessen eine restaurierte, gereinigte und um ein Register erweiterte Orgel aus der Werkstatt der Firma Eule in Bautzen zurückerwarten. Die Begrüßung der wiederhergestellten „Königin“ werde unbedingt „groß angesetzt“, betont Jürgen Puchta. „Denn dann werden wir uns sehr darüber freuen, dass unsere Orgel wieder da ist!“

Die Stiftung Orgelklang der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) präsentiert in jedem Monat eine „Orgel des Monats“. In diesem Jahr fördert sie 16 Projekte in einem Gesamtumfang von 75.000 Euro (bzw. 241.000 Euro inkl. Projektspenden). Seit 2010 hat sie mehr als 310 Förderzusagen für rund 1,7 Millionen Euro gegeben (bzw. fast 2,6 Millionen Euro inkl. Projektspenden). Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.stiftung-orgelklang.de.