„Orgel des Monats Juli 2026“ in Allmenrod

Die Orgel in der evangelischen Kirche im hessischen Allmenrod gehört zu den wenigen Instrumenten des Orgelbauers Adam Eifert (1841-1910) in der Region. Um der ursprünglichen, von Eifert intendierten romantischen Klangfülle wieder zu entsprechen, wird im Zuge der Generalsanierung des Instruments insbesondere die „Weidenpfeife“ (Salicional) wiederhergestellt. Die Stiftung Orgelklang fördert die Maßnahmen mit 4.000 Euro.

Rund 140 Instrumente soll Adam Eifert in seiner Werkstatt in Stadtilm gefertigt haben; die meisten blieben im Raum Thüringen, nur wenige wurden, so wie die Orgel in Allmenrod, per Eisenbahn in Eiferts hessische Heimat transportiert. Der „Großherzogliche Sächsische Hoforgelbauer“ schuf die „Orgel des Monats Juli 2026“ im Jahr 1894. Sie weist ein für Eifert typisches Charakteristikum auf: Die Registerzüge werden nicht – wie bei anderen Orgeln üblich – gezogen, sondern mithilfe einer Stechermechanik nach unten gedrückt.

Die in der Romantik besonders beliebte „Weidenpfeife“ ist für einen warmen, weichen Klang zuständig, der den von Streichinstrumenten imitiert. Die Entscheidung, sie zu rekonstruieren, traf der Kirchenvorstand nach der Begutachtung ähnlicher Instrumente in der Region. Danach war klar: Die Orgel soll in ihren ursprünglichen Klang zurückgeführt werden.

Im Zuge der Sanierung werden auch Pfeifen, Windversorgung und Tastatur instandgesetzt, die Beseitigung von Schimmel und eine grundlegende Reinigung kommen hinzu. Die Maßnahmen, die rund 39.000 Euro kosten werden, sollen zum Herbst beginnen.

Die Stiftung Orgelklang der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) präsentiert in jedem Monat eine „Orgel des Monats“. In diesem Jahr fördert sie 16 Projekte in einem Gesamtumfang von 75.000 Euro (bzw. 241.000 Euro inkl. Projektspenden). Seit 2010 hat sie mehr als 300 Förderzusagen für rund 1,7 Millionen Euro gegeben (bzw. fast 2,6 Millionen Euro inkl. Projektspenden). Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.stiftung-orgelklang.de.